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Türspion mit Kamera

Ein digitaler Türspion mit Kamera ersetzt den alten Spion in deiner Wohnungstür und nutzt dessen Loch. Ein neues Loch bohrst du dafür nicht, aber es muss schon ein Spion da sein. Im Mehrfamilienhaus darf die Kamera das Treppenhaus laut Datenschutzaufsicht Baden-Württemberg nicht überwachen, also stellst du Zonen und Ton passend ein.

Aktualisiert am . Redaktionell verantwortlich: Thomas Brinkhaus, Brinkhaus GbR. Änderung: Neue Seite. So arbeiten wir

Diese Seite gilt für den Spion in der Wohnungstür. Eine Klingel am Hauseingang behandelt die Seite Mietwohnung.

Wie der Einbau funktioniert

Als Beispiel dient der Ring Video-Türspion (Door View Cam), weil Ring den Einbau öffentlich beschreibt. Laut Ring schraubst du den vorhandenen Spion mit dem mitgelieferten Werkzeug ab, setzt die Kamera außen auf und verbindest sie innen mit dem Gegenstück. Dann kommt der Akku hinein. Der Spion bleibt nutzbar: Die Door View Cam hat laut Ring einen eingebauten Spion mit Sichtschutz, du schaust also weiter durch, von außen sieht niemand hinein.

Bei der Version für 54 bis 75 mm nennt Ring in den Fragen und Antworten an einer Stelle 34 bis 55 mm. Maßgeblich sind die technischen Daten des Modells, das du kaufst. Miss deine Tür vorher nach.

Was die Kamera erkennt

Laut Ring meldet die Door View Cam Klingeln, Bewegung und Klopfen, Letzteres über eingebaute Impulssensoren. Das Bild hat 1080p bei 155 Grad horizontal und 90 Grad vertikal. Videos speichert Ring nur mit einem Ring-Protect-Abo, bis zu 180 Tage. Was ohne Abo geht, steht auf der Seite Ring ohne Abo.

Was im Treppenhaus erlaubt ist

Laut LfDI Baden-Württemberg ist Videoüberwachung unzulässig in Bereichen, die Mieter oder andere Bewohner außerhalb deiner Familie rechtmäßig mitbenutzen. Als Beispiel nennt er ausdrücklich das Treppenhaus. Tonaufnahmen sind laut LfDI grundsätzlich unzulässig. Türklingelkameras hält er für zulässig, wenn das Bild erst mit dem Klingeln kommt und nichts gespeichert wird.

Ring selbst empfiehlt im Mehrfamilienhaus, Privatsphärenbereiche zu aktivieren und Audio abzuschalten. Außerdem schreibt Ring, dass du je nach Wohnsituation die Erlaubnis von Nachbarn, Eigentümer oder Hausverwaltung brauchen kannst. Die Bedingungen der beiden Landesbehörden vergleicht die Seite Videotürklingel und DSGVO.

Beispiel: Deine Wohnungstür ist 60 mm dick und hat einen Spion. Am 7. November 2026 kostet der Ring Video-Türspion 54 bis 75 mm laut Ring 129,99 Euro. Du baust ihn ohne Bohren ein und schaltest Bewegungserkennung und Audio ab. Gegenüber liegt die Tür deines Nachbarn, die schwärzt du mit einem Privatsphärenbereich. Den alten Spion legst du für den Auszug beiseite.

So gehst du vor

  1. Türstärke und Durchmesser des Spionlochs messen.
  2. Prüfen, ob Briefschlitz oder Türklopfer nahe am Spion sitzen.
  3. Als Mieter vorher den Vermieter fragen.
  4. Nach dem Einbau Bewegungszonen und Privatsphärenbereiche setzen, Audio abschalten.
  5. Den alten Spion aufbewahren, damit du ihn beim Auszug zurückbauen kannst.

Häufige Fragen

Gibt es einen Kamera-Spion ganz ohne Bohren?
Die Door View Cam braucht laut Ring ein vorhandenes Spionloch. Hat deine Tür keins, müsstest du bohren, als Mieter nur mit Zustimmung.
Darf ich als Mieter einen Kamera-Spion einbauen?
Ring nennt den Tausch rückbaubar, empfiehlt aber, die Genehmigung von Hausverwaltung oder Eigentümer einzuholen. Mehr dazu auf der Seite Mietwohnung.
Öffnet der Spion meine Haustür unten?
Nein. Dafür gibt es Zusätze zur Gegensprechanlage, siehe Ring Intercom.

Quellen, abgerufen am 7. November 2026: Ring Video-Türspion 54 bis 75 mm, Produktseite, technische Daten und Fragen; LfDI Baden-Württemberg, Erste Hilfe bei Videoüberwachung in der Nachbarschaft.