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TCS Gegensprechanlage mit Video

Eine TCS-Gegensprechanlage hängt am TCS:BUS. Für Ton reichen laut TCS zwei Adern, für Video braucht die Anlage sechs. An diese Adern kommt keine WLAN-Videotürklingel. Video bekommst du mit einer TCS-Außenstation mit Kamera, aufs Handy mit der App snipdoo HOME, die nach 30 Tagen Testzeit eine Lizenz kostet.

Aktualisiert am . Redaktionell verantwortlich: Thomas Brinkhaus, Brinkhaus GbR. Änderung: Neue Seite. So arbeiten wir

Diese Seite gilt für dein eigenes Haus. Im Mehrfamilienhaus gehört die Anlage allen Eigentümern, siehe Mietwohnung. Eine Siedle-Anlage beschreibt die Seite Siedle.

Wie der TCS:BUS verdrahtet ist

TCS verbindet alle Geräte über eine zweiadrige, verdrillte Kupferleitung mit den Adern a und b. Die Geräte schicken sich darüber Datenprotokolle, statt dass jede Taste eine eigene Ader hat. Eine einfache Anlage besteht laut TCS aus drei Teilen: Außenstation, Innenstation und ein Versorgungs- und Steuergerät.

Was das für eine fremde Klingel bedeutet, steht auf der Seite Videotürklingel an zwei Drähten: Auf einem Bus liegen Daten und eine Systemspannung, keine einfache Klingelleitung mit Trafo.

Video in beide Richtungen: TCS:BIDI

Mit dem System TCS:BIDI geht das Bild auch von innen nach außen. Die Außenstation hat dann einen eigenen Monitor. TCS nennt dafür die Außenstation BDA1000-000 mit 8 Zoll Farbmonitor und eine Innenstation mit 3,5 Zoll Display, beide für Unterputz. TCS schreibt, dass diese Anlage gehörlosen oder schwerhörigen Menschen den Alltag erleichtert.

Das Bild aus der Wohnung schaltet sich laut TCS erst nach Annahme des Gesprächs oder per Tastendruck auf, ein- und ausschalten lässt sich die Gegenrichtung nur an der Innenstation. Verdrahtet wird BIDI laut TCS mit 6+2 Adern, als Stern oder als Linie, eine alte Verkabelung ist in vielen Fällen weiter nutzbar.

Die TCS-Anlage aufs Handy

Fürs Handy hat TCS das IP-System snipdoo mit der App snipdoo HOME. Dafür braucht die Anlage mindestens eine IP-Außenstation und eine IP-Innenstation. Eine bestehende TCS-Anlage lässt sich laut TCS grundsätzlich nachrüsten, je nach Ausführung mit zusätzlichen Bauteilen. Die Anlage einer anderen Marke bindet snipdoo nicht ein.

Die App nutzt du laut TCS 30 Tage kostenlos. Danach kostet die Lizenz 2,90 Euro für einen Monat, 11,90 Euro für sechs Monate oder 19,90 Euro für zwölf Monate. Mit einer Lizenz lädst du laut TCS beliebig viele Familienmitglieder ohne weitere Kosten ein. Den Basis-Server für bis zu fünf Endgeräte nennt TCS passend für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Beispiel: Du hast am 7. November 2026 eine TCS-Anlage mit IP-Außenstation und IP-Innenstation und richtest snipdoo HOME ein. Die ersten 30 Tage zahlst du nichts. Danach nimmst du die Lizenz für zwölf Monate zu 19,90 Euro. Über drei Jahre zahlst du so 59,70 Euro, deine Partnerin oder dein Partner nutzt die App über eine Einladung mit.

So gehst du vor

  1. Innenstation und Steuergerät ansehen und die TCS-Bezeichnung notieren.
  2. Klären, ob die Anlage Audio oder Video hat und wie viele Adern an der Außenstation ankommen.
  3. Entscheiden: im TCS-System bleiben und Kamera oder App nachrüsten, oder die Anlage ersetzen.
  4. Einen eingetragenen Elektrofachbetrieb um ein Angebot bitten. Für die Planung bietet TCS einen Online-Konfigurator für die Außenstation.
  5. Bei snipdoo die Lizenzkosten über die Jahre einrechnen, die du die App nutzen willst.

Häufige Fragen

Kann ich eine WLAN-Videotürklingel an die TCS-Adern hängen?
Nicht am laufenden Bus. Auf a und b liegen Ton, Daten und die Systemspannung. Soll eine fremde Klingel kommen, trennt der Elektrofachbetrieb die Adern von der TCS-Anlage und schließt sie an einen passenden Klingeltrafo.
Brauche ich für Video neue Leitungen?
Für Video verlangt TCS sechs Adern, für BIDI 6+2. Liegen an der Tür nur zwei oder drei Adern, reicht das laut dieser Aufteilung nicht für das Video-System. Was in der Wand liegt, prüft der Elektrofachbetrieb.
Kostet die App bei TCS immer Geld?
Nach den 30 Testtagen ja, für den Hauptnutzer. Die Registrierung von TCS-IP-Außenstationen in der snipdoo Cloud ist laut TCS kostenlos.
Darf ich die TCS-Anlage selbst umbauen?
Die snipdoo-Anlage installiert laut TCS der Elektroinstallateur vor Ort. Änderungen an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung darf laut § 13 NAV außer dem Netzbetreiber nur ein Unternehmen aus dem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers ausführen.

Quellen, abgerufen am 7. November 2026: TCS, TCS:BUS-Technik; TCS, bidirektionale Videosprechanlage; TCS im Einfamilienhaus; TCS, snipdoo IP; TCS, App snipdoo HOME; § 13 NAV.