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Siedle Access: das IP-System für große Gebäude

Siedle Access ist ein serverbasiertes IP-Türkommunikationssystem für große und komplexe Anlagen. Es läuft über die normale Netzwerkverkabelung des Gebäudes, schafft laut Siedle bis zu 50 Gesprächs- und Videoverbindungen gleichzeitig und wird nur von zertifizierten Access-Partnern geplant und in Betrieb genommen.

Aktualisiert am . Redaktionell verantwortlich: Thomas Brinkhaus, Brinkhaus GbR. So arbeiten wir

Was Access von den anderen Siedle-Systemen trennt

Die meisten Siedle-Anlagen im Wohnhaus laufen über den In-Home-Bus mit zwei Adern und einem eigenen Netzgerät. Access geht einen anderen Weg. Siedle beschreibt das System als kompatibel zum weltweit einheitlichen Netzwerkstandard. Es nutzt die strukturierte Gebäudeverkabelung und die üblichen Datenprotokolle, die Türkommunikation wird damit Teil des IP-Netzes im Haus.

Im Zentrum steht ein Server. Siedle nennt ihn als Hardware oder virtualisiert. Zusätzliche Funktionen schaltest du über Lizenzen frei, die Verwaltung läuft über ein Web-Interface im Browser. Als Einsatzgebiet nennt der Hersteller Büro- und Geschäftshäuser mit mehreren Zugangsbereichen, Industriegebäude mit großen Entfernungen, Wohnareale mit vielen Wohneinheiten und Gebäude mit Concierge.

Geräte an der Tür und in der Wohnung

An der Tür wählst du laut Siedle aus den drei Designlinien Vario, Steel und Classic. Bei Vario IP sitzen Türlautsprecher und Kamera in einem gemeinsamen Modul, die Kamera erfasst 130 Grad. Für den Anschluss reichen laut Hersteller das mitgelieferte Patchkabel, ein Netzmodul und ein Standard-CAT-7-Kabel, die Versorgung läuft über PoE. Den Türöffner steuert ein IP-Schaltaktor, dessen Kontakte im geschützten Innenbereich liegen.

Innen nennt Siedle eigene IP-Innenstationen als Audio- und Videovariante, dazu das Access-Video-Panel und Access-Haustelefone. Außerdem lassen sich virtuelle Haustelefone, eine Concierge-Software, die Siedle App oder ausgewählte Fremdgeräte einbinden. Wie die Module der Vario-Front aussehen und welche Kameras es für den Bus gibt, beschreibt Siedle Vario.

Wer eine Access-Anlage einrichten darf

Access ist kein System zum Selbstbau. Siedle schreibt, dass nur Access Certified Partner autorisiert sind, Access-Anlagen zu planen, in Betrieb zu nehmen und zu administrieren. Für dein Einfamilienhaus mit einer Klingel ist Access deshalb meist zu groß. Dort passt eher der In-Home-Bus oder eine IP-Klingel mit PoE, die Ohne WLAN neben der 2-Draht-Lösung einordnet.

Beispiel: Am 6. November 2026 plant eine Hausverwaltung für eine Wohnanlage mit 60 Wohnungen und drei Eingängen eine neue Türkommunikation. Das Gebäude hat bereits CAT-7-Leitungen bis in jede Wohnung. Die Verwaltung setzt 25.000 Euro als frei gewähltes Planungsbudget an und fragt einen Access Certified Partner nach einem Angebot. Der Betrag ist kein Siedle-Preis.

So klärst du, ob Access passt

  1. Zähle Eingänge, Wohnungen oder Büros und prüfe, ob gleichzeitige Verbindungen nötig sind.
  2. Kläre mit der IT, ob strukturierte Netzwerkverkabelung und PoE an den Türen vorhanden sind.
  3. Entscheide, ob ein Server als Hardware oder virtualisiert betrieben wird.
  4. Wähle die Designlinie an der Tür: Vario, Steel oder Classic.
  5. Lass Planung und Inbetriebnahme von einem Siedle Access Certified Partner ausführen.

Häufige Fragen

Wie viele Verbindungen schafft Siedle Access gleichzeitig?
Siedle nennt bis zu 50 Gesprächs- und Videoverbindungen gleichzeitig.
Braucht Access ein eigenes Kabel wie der Bus?
Nein. Access nutzt laut Siedle die strukturierte Netzwerkverkabelung des Gebäudes. Vario IP wird über ein CAT-7-Kabel mit PoE versorgt.
Kann ich Access selbst einrichten?
Nein. Planung, Inbetriebnahme und Administration sind laut Siedle den Access Certified Partnern vorbehalten.
Funktioniert die Siedle App mit Access?
Ja. Siedle nennt die App ausdrücklich unter den Innengeräten, die in Access eingebunden werden können.

Quellen, abgerufen am 6. November 2026: Siedle, Siedle Access; Siedle, Siedle Vario IP. Der Eurobetrag im Beispiel ist frei gewählt.